BauLust kontrovers: ÖPNV als Entwicklungsmotor für Stadtreparatur
Vortrag und Diskussion über einen anderen Ansatz für den Ausbau der Straßenbahn
Ein gut ausgebautes ÖPNV-Netz, insbesondere mit einer separat vom KFZ-Verkehr geführten Trasse, kann die Attraktivität von Stadtteilen durch die bessere Erreichbarkeit erheblich steigern. Die Forderungen nach Flächensparen und Entsiegeln für die klimagerechtere Stadt erzwingen eine größere Aufmerksamkeit auf den Umgang mit dem Bestand in der Stadtplanung. Umnutzen von leerstehenden Büroflächen, besseres Durchmischen von flächenintensiven Monostrukturen, Versiegelungsstopp und Reparatur von abgewirtschafteten Gewerbeflächen, sowie das Eindämmen des immer flächenintensiveren Auto-/Schrotthandels sind nur einige Themen, die bei einer gesamtheitlichen Betrachtung mehr in den Fokus genommen werden sollten. Klimagerechte Stadtreparatur muss sich dem bebauten Grundstücksbestand widmen und Wege suchen zur (grünen) Aufwertung.
Könnte ein Paradigmenwechsel bei Überlegungen für den Netzausbau des ÖPNV zu einem sinnvolleren Umgang mit Fläche führen und Potenziale für die künftige Stadtreparatur schaffen?
Könnte ein Vorrang für ÖPNV-Ausbau in Stadtteilen mit Entwicklungspotenzialen Chancen für neues Wohnen eröffnen?
Was sind die Voraussetzungen für ein geändertes Denken?
Das sind Ansätze, die wir an diesem Abend mit Georg Kern als Experten für den ÖPNV in Nürnberg diskutieren wollen.
Datum: 31. August 2026 19:00–21:00 Uhr
Ort: Künstlerhaus, Glasbau Deck 2, Königsstrasse 93
Gast: Georg Kern, Geschäftsführer DVWG
Moderation: Brigitte Sesselmann
Vision für einen städtisch urbanen Raum mit Vorrang für Mensch, Grün, Wasser und ÖPNV; Vorschlag für den Bereich Rothenburger Straße im Rahmen des Bürgerbegehrens gegen den Ausbau Frankenschnellweg. Bild: ©NOMAS und BauLust