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Frankenschnellweg Ausbau West

Ausbau West soll Ende 2026 mit dem Abholzen weiterer Bäume am heutigen Lärmschutz beginnen. Vorarbeiten laufen im Gleisdreieck “An den Rampen” für Lagerflächen.
Die Baustelle wird ab 2027 im ganzen westlichen Stadtraum zu spüren sein. 

Der Ausbau West ist Beginn des Autobahnbaus durch die Stadt, optisch wird dies dem Autofahrer durch die 8m hohen Betonwände signalisiert! Von der Stadt sieht er/sie bis zur Jansenbrücke nichts mehr. So will Nürnberg künftig seine Gäste begrüßen!

Geplante Maßnahmen zwischen Doos und Jansenbrücke

  • Sanierung der Brücke über Sigmundstraße
  • Zusätzliche Fahrbahn Richtung Jansenbrücke
  • 8m hoher beidseitiger Lärmschutz

Zusätzliche Versiegelung 2 Hektar

Durch Fahrbahnverbreiterung, Wartungsweg und mächtige Betonfundamente für Lärmschutzwände.

Folgen:

  • Keine Versickerung mehr an den Fahrbahnrändern – heute offene Grasflächen.
  • Regenwasser wird in größeren Mengen in die Kanalisation abgeleitet.
  • Regenwassermenge wird mehr durch durch die hohen Lärmschutzwände.
  • Bei Starkregen kann die gesamte Straßenbreite mit Wasser volllaufen (siehe Baiersdorf vor einigen
    Jahren).

Der Ausbau West wird 90 Millionen Euro kosten

Den gewünschten Zweck erreicht man günstiger!

Mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung kann man sich die Lärmschutzwände und viel Geld sparen. Alleine der Unterhalt der Wände wird künftig den Haushalt jährlich mit ca. 300.000 Euro belasten.

Mit verkehrslenkende Maßnahmen auf den überörtlichen Autobahnen kann man den Verkehr um die Stadt lenken.

Ein LKW-Verbot für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen kann Entlastung bringen.

Schnitt vom Bestand zeigt

  • Die Raumwirkung des Frankenschnellwegs ist in diesem Bereich weit und offen 
  • Offene Ränder an den Fahrbahnen, Regenwasser kann versickern
  • Die Entwässerung der Fahrbahnen läuft heute über den Mittelstreifen
  • Einzelne Bäume stehen auch im Mittelstreifen und vor den Betonröhren auf der FSW-Seite
  • Die Gärten reichen überwiegend bis an die heutige Lärmschutzwand

Schnitt nach Ausbau zeigt

  • Die Raumwirkung des Frankenschnellweg ist durch die hohen Wände eingeschränkt und eng
  • Regenwasser wird über Gullys vor den Lärmschutzwänden gesammelt und abgeleitet
  • Die Fahrbahn Richtung Jansenbrücke wird dreispurig, heute hier nur Standspur

Was man bedenken sollte

  • Auf einer Autobahn mit seitlich so hohen Betonwänden ist niemand bereit langsam (z.B. 50km/h) zu fahren. Alleine die Raumoptik verursacht eine Sogwirkung und veranlasst zum schnellen Fahren. 
  • Der Verlust von Bäumen entlang der Gärten wird zu einer Verschlechterung der Luft beitragen.
  • Für die Tierwelt geht Lebensraum unwiederbringlich verloren.
  • Auf eine Begrünung der Lärmschutzwände haben die Anwohner keinen Einfluss mehr.
  • das neue Tor zur Stadt macht niemandem Lust, Nürnberg als lebens- und liebenswerte Stadt wahrzunehmen.

Mit dem 1. Bauabschnitt West beginnt der Ausbau des Frankenschnellwegs als Autobahn mitten durch die Stadt. Mit der anschließenden Fortsetzung im Bauabschnitt Mitte wird der Verkehr auf 4-spurigen Straßen bis auf 700 Meter an die Altstadt heran geführt. 

Keine andere Stadt würde im Hinblick auf ihre Zukunft und Resilienz den motorisierten Verkehr so nahe an seine historische Innenstadt heran führen. 

Beispiele: Paris, Utrecht, Gent, Kopenhagen … Auch zahlreiche deutsche Städte sind schon auf einem vernünftigeren Weg: Freiburg, Tübingen, Ulm, Karlsruhe, Leipzig, Bremen