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Zeppelintribüne - Null oder Hundert?

Dokumentation des Symposiums 2014 am 8. Februar 2014

Seit dem Jahr 2000 befasst sich BauLust e.V. – Initiative für Architektur & Öffentlichkeit –mit dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Bereits im Jahr 2004 veröffentlichte der Verein Positionen zum Umgang mit dem Gelände. Darin wurde ein Gesamtkonzept gefordert, das die unterschiedlichen Aspekte würdigt und für zukünftige Entwicklungen offen ist.

Dieses Gesamtkonzept fehlt nach wie vor.

Die Entscheidung der Stadt Nürnberg, nur die Zeppelintribüne instand zu setzen, war 2011 der Anlass für BauLust, die Arbeitsgruppe wieder ins Leben zu rufen und erneut das übergreifende Konzept einzufordern.

Mit dem Symposium „Zeppelintribüne – Null oder Hundert?“ hat BauLust e. V. der öffentlichen Diskussion einen weiteren Impuls gegeben. Die Beiträge sowie die Forderungen als Positionen 2014 zum weiteren Umgang mit dem Reichsparteitagsgelände sind hier dokumentiert.

BauLust setzt dabei wie bei allen Projekten bewusst auf eine offene, sachliche Auseinandersetzung mit allen Beteiligten und Verantwortlichen.

Prof. Dr. Friedrich Lösel

Was tun mit dem Reichsparteitagsgelände? Bemerkungen aus psychologischer Sicht

  • Prof. Dr. Friedrich Lösel

    Friedrich Lösel (geb. 1945) ist Professor an der Universität Erlangen-Nürnberg, wo er von 1987 bis 2011 den Lehrstuhl für Psychologie I innehatte. Er ist auch Honorary Research Fellow am Institute of Criminology der Cambridge University (UK), das er von 2005 bis 2012 leitete. Früher arbeitete er in den Universitäten in Bielefeld, Erlangen und Bamberg sowie in zwei Sonderforschungsbereichen der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Er hat ca. 20 Bücher und 370 Aufsätze veröffentlicht, u. a. über Gewalt, Kriminalität, kindliche Entwicklung, Resilienz, Straftäterbehandlung, psychische Störungen und Prävention in Familie und Schule. Er war Präsident der European Association of Psychology & Law und der Kriminologischen Gesellschaft, Chairman des Correctional Services Accreditation Panel in England, Mitglied der Gewaltkommission der Bundesregierung sowie der Expertengruppe der Bundeskanzlerin zum Dialog über Deutschlands Zukunft.
    Er erhielt u. a. den Deutschen Psychologie-Preis, den European Psychology & Law Award, den Sellin-Glueck Award und den Jerry Lee Award der American Society of Criminology, ein Ehrendoktorat der Glasgow Caledonian University und den Stockholm Prize in Criminology.

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    Eine Aufzeichnung des Vortrags von Friedrich Lösel können Sie hier nachhören oder als PDF herunterladen.

Dr. Reinhard Knodt

Bauen, Denken, Weiterbauen? Mystifikation und Bauwahn angesichts der Hitlertribüne auf dem Nazi-Reichsparteitagsgelände

  • Dr. Reinhard Knodt

    Reinhard Knodt (geb. 1951) begann als wissenschaftlicher Rat in Erlangen-Nürnberg, war Gastprofessor in Dublin und Pennsylvania State und Lehrstuhlvertreter für Hannes Böhringer an der Kunstakademie Kassel. 1985-1995 war er verantwortlicher Redakteur und Mitherausgeber der „Nürnberger Blätter“. 1992 wurde er fester Hausautor des Bayerischen Rundfunks. Er schrieb mehrere Radioarbeiten zum Thema Nationalsozialismus, unter anderem auch „Speer und Wir“, eine Auseinandersetzung mit den politischen Hintergründen des Reichsparteitagsgeländes. Reinhard Knodt ist auch Begründer der Nürnberger Mittagslesung und langjähriger Ausrichter der Nürnberger Autorengespräche, in deren Verlauf er die europäische Elite jüdischer Schriftsteller zum Gespräch auf das ehemalige Reichsparteitagsgelände einlud. Heute lehrt er Kunstphilosophie an der Universität der Künste in Berlin und nimmt zu Fragen zeitgenössischer Kunst und Architektur Stellung (MERKUR). Ansonsten pflegt er den „Schnackenhof“, einen philosophisch literarischen Gesprächsort bei Röthenbach a.d. Pegnitz.
    Reinhard Knodt wurde 1993 vom Reclam-Verlag in die UB-Reihe deutscher Philosophen des 20. Jh. aufgenommen. Seit 2007 ist er Literaturpreisträger der Bayerischen Akademie der schönen Künste.

  • Vortrag nachhören

    Eine Aufzeichnung des Vortrags von Reinhard Knodt können Sie hier nachhören oder als PDF herunterladen.

Catarina Eisele-Cabral

Park | Ruinen | Kunst Gedanken zum weiteren Umgang mit der Zeppelintribüne und dem Reichsparteitagsgelände

  • Catarina Eisele-Cabral

    Catarina Eisele-Cabral (geb. 1981 in Porto) ist Landschaftsarchitektin. Sie studierte in Lissabon und Ljubljana und interessiert sich für temporäre Interventionen im öffentlichen Raum. Dieses Thema und seine Auswirkungen auf Menschen und Landschaft behandelte sie in ihrer Diplomarbeit (2007) anhand der Beispiele ‚Lichtdom‘, ‚Berlin nach dem Mauerfall‘ und ‚Expo‘98 Lissabon‘. Zwischen 2010 und 2012 widmete sie sich in Barcelona selbstständig und zusammen mit dem Architekturbüro Straddle3 der temporären Architektur und Recycling-Architektur im Zusammenhang mit kollaborativen und sozialen Projekten im öffentlichen Raum.

    Sie ist mit dem kolumbianischen Künstler Orlando Rueda Valdivieso verheiratet und wohnt und arbeitet zur Zeit in Porto.

  • Vortrag nachhören

    Eine Aufzeichnung des Vortrags von Catarina Eisele-Cabral können Sie hier nachhören.
    Eine Textversion gibt es hier zum Download (PDF).

Dr. Doris Katheder

Ein Trümmerfeld als Lehrstück? Erinnerungskompetenz als Kernbestand politischer Bildung

  • Dr. Doris Katheder

    Doris Katheder, Kulturhistorikerin, leitet seit ca. 10 Jahren das Ressort Erinnerung und Menschenrechte an der Akademie CPH in Nürnberg. Zahlreiche Veröffentlichungen in den Bereichen politische Bildung und Erinnerungsgeschichte, aktuell derzeit u. a. eine große fünfbändige Publikation zu den Menschenrechten „Grundkurs Menschenrechte. Die 30 Artikel. Kommentare und Anregungen für die politische Bildung“ sowie „Jenseits der Faszination? Die Ausstellung zum Nationalsozialismus in der Nürnberger Zeppelintribüne von 1984 – 2001“.
    Seit 2001 im Rahmen ihrer Aufgabenbeschreibung Kooperationspartnerin des Studienforums Dokumentationszentrum und seit 2008 Deputat als Bundesfachgruppenleitung der politischen Bildung in Bonn.

  • Vortrag nachhören

    Eine Aufzeichnung des Vortrags von Doris Katheder können Sie hier nachhören.
    Die Textversion gibt es hier zum Download (PDF).

Prof. Dr. Hermann Glaser

Erinnerungskultur als Weiterdenken – Appell für ein umfassendes Konzept zum Reichsparteitagsgelände

  • Prof. Dr. Hermann Glaser

    Hermann Glaser (geb. 1928 in Nürnberg): Studium der Germanistik, Anglistik, Geschichte und Philosophie in Erlangen und Bristol 1947 bis 1952; Promotion 1952; Lehramtsexamen und Eintritt in den Schuldienst. Von 1964 bis 1990 Schul- und Kulturdezernent der Stadt Nürnberg. Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze zu pädagogischen, sozialwissenschaftlichen, kulturgeschichtlichen und kulturpolitischen Themen. Bis 1990 Vorsitzender des Kulturausschusses des Deutschen Städtetags. Mitglied des PEN, Honorarprofessor an der TU Berlin.
    Hermann Glaser wurde mit dem Waldemar-von-Knoeringen-Preis, dem Schubart-Preis und dem Großen Kulturpreis der Stadt Nürnberg ausgezeichnet.

  • Vortrag nachhören

    Eine Aufzeichnung des Vortrags von Hermann Glaser können Sie hier nachhören oder als PDF herunterladen.

Podiumsdiskussion

  • Podiumsdiskussion nach den Vorträgen

    In einer ca. einstündigen Diskussion wurden nach den Vorträgen viele Fragen gestellt und besprochen.
    Moderation: Wilhelm Christoph Warning, Publizist, Kunst- und Architekturkritiker

Gesamtdokumentation

  • BauLust Positionen 2014 (Broschüre, PDF)

    BauLust Positionen 2014 zum Umgang mit der Zeppelintribüne und dem Reichsparteitagsgelände

    Dokumentation des Symposiums mit allen Vorträgen, Denkmodellen und auch Forderungen, die wir im Nachgang des Symposiums entwickelt haben.

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