Der Verein BauLust e.V. engagierte sich bereits 1999 auf Initiative der Professoren und BauLust-Mitglieder Dr. Rudolf Petri und Josef Reindl für eine Sanierung und den Erhalt des Kettenstegs als besonderes Dokument der technischen Zeitgeschichte. Diese Initiative mündete 2003 in ein von BauLust e.V. der Stadt Nürnberg gesponsertes Sanierungskonzept zur Wiederherstellung als konstruktiv echte Hängebrücke.

Im Mai 2009 musste der Kettensteg wegen der fortschreitenden Verschlechterung des Zustands der Gesamtkonstruktion für den Fußgängerverkehr gesperrt werden. Um die Überquerung der Pegnitz an der westlichen Altstadtmauer weiterhin zu ermöglichen und gleichzeitig den Verfall der historische Bausubstanz zu stoppen, war eine Sanierung unumgänglich.

Auf Grundlage des vorliegenden Sanierungskonzepts und motiviert durch die hohen Unterhaltskosten der Unterjochungen bestand nun auch von Seiten der Stadt Nürnberg als Eigentümer des Brückenbauwerks großes Interesse an dessen Wiederherstellung als Hängebrücke. Nur durch die intensive Öffentlichkeitsarbeit von BauLust e.V. und dem Einwerben von privaten und öffentlichen Spenden in Höhe von etwa 25% der Baukosten (zusätzlich zu dem bereits gesponserten Sanierungskonzept) war die Realisierung möglich.

In enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege in München und der unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Nürnberg wurde ein denkmalpflegerisches Konzept mit dem Ziel des maximalen Erhalts historischer Originalbauteile unter Dokumentation der historisch-baulichen Entwicklung bis zum Zeitpunkt der Sanierung erarbeitet.