Die historische, hölzerne Lauffläche war an durchgesteckten Hängern befestigt, die an Tragseilen hingen, welche als reine Steckverbindungen ausgeführt waren. Dieser Kettenzug mit den Steckverbindungen, der die historische Besonderheit des Kettenstegs ausmacht, sollte erhalten werden, war jedoch nicht mehr tragfähig. Daher wurde die Konstruktion im Rahmen der Sanierung durch einen an den Auflagern am Ufer eingespannten Stahlhohlkasten, der in den Brückenquerschnitt integriert ist und die Standsicherheit gewährleistet, ergänzt.

Gleichzeitig wurde die historische Hängekonstruktion zur Gewährleistung ausreichender Gebrauchstauglichkeit (Verformung/Schwingung) aktiviert. Nur so konnte die Schlankheit des integrierten Stahlhohlkastens umgesetzt werden. An den Uferseiten werden die Tragseile der Brücke über die Pylone umgelenkt und in Fundamenten rückverankert. Ein zusätzliches, zeitgemäß umgesetztes Geländer aus schlanken Flachstählen und einer horizontalen Ausfachung mit eloxierten Edelstahlseilen zur Sicherstellung der Absturzsicherung ergänzt die für den Kettensteg typische, filigrane, historische Geländerkonstruktion. Auf Grund der schlechten Zugänglichkeit für Transport- und Baufahrzeuge wurden die Stahlhohlkästen über eine Verschubbahn unter Nutzung der bestehenden Unterjochung eingezogen und verschoben.

Die Gesamtplanung der Sanierungsmaßnahme fand in steter Abstimmung zwischen dem Servicebetrieb Öffentlicher Raum der Stadt Nürnberg, dem planenden Ingenieurbüro, dem Landesamt für Denkmalpflege und der unteren Denkmalschutzbehörde statt. Das Bauwerk birgt nach der erfolgreichen Sanierung eine Dokumentation der historischen Entwicklung in sich, wobei sowohl die Funktion als echte Hängebrücke wiederhergestellt wurde, als auch das originale Hängewerk von 1824, die Geländerkonstruktion und die stählernen Pylone von 1909 erhalten werden konnten.